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Band 1: Informetricity - Die Vergangenheit



The Past cover











1. Charaktere





2. Inhaltsangabe

Informetricity, eine Stadt in der Kontrolle herrscht. Das Leben ist bestimmt vom Wissen und den Entscheidungen der Ältesten. Emotionen, freie Gedanken und Gefühle, all das kennen die Bewohner nicht mehr. Jeder Schritt, jeder Gedanke wird gelenkt und kontrolliert. Nur die Ältesten wissen noch um die Vergangenheit ihrer Gesellschaft und welches Chaos diese mit sich gebracht hat. Um die Zukunft der Menschheit zu sichern, wird die nachfolgende Generation in die richtigen Bahnen gelenkt, außer zwei auserwählten jungen Erwachsenen, die im Alter von 21, eine junge Frau und ein junger Mann, in die Geheimnisse eingeweiht werden, um diese zu bewahren. Die diesjährige Auswahl fällt auf Ginger Dright und Chad Banner, die ins Zentrum vom Informetricity berufen werden um sich eines langen Trainings zu unterziehen, in dem sie lernen, was sie längst vergessen oder eher noch nie erfahren haben. Die lange Reise, die die beiden gemeinsam in die Vergangenheit antreten, birgt viele verborgene Fallen und Herausforderung für die beiden. Mit Hilfe der beiden vorherigen Bewahrern werden Ginger und Chad den Grund für ihr Leben und die Existenz von Informetricity erfahren.





3. Leseprobe: Kapitel 1

Geschrei, Staub, Explosionen! Ein absolutes Chaos!
„Wo seid ihr? Tina, Leo?“ Panisch und außer Atem, voller Staub bedeckt, Schwierigkeiten zu atmen, Ginger rennt rastlos durch das Geschehen um sie und kann es nicht fassen was gerade geschieht.
„G wird sind hier!“ Aus der Ferne nimmt Ginger eine gewohnte Stimme wahr und sieht ihre Freundinnen auf der Brücke zur Universität Informetricity. Bevor sie sich ihnen nähern konnte, ertönte ein erneuter Knall und sie spürt nur noch das Beben unter ihren Füßen. Sie hält sich reflexartig die Ohren zu, weil die Explosion direkt in ihrer Nähe ist und zuckt zusammen als sie das Ziel der letzten Bombe erblickt. Die Brücke bröckelt und sie sieht wie ihre Freundinnen um ihr Leben rennen. Im nächsten Moment findet sie sich selbst in Bewegung und sprintet so schnell sie kann auf die Reste der Brücke zu. „Leo, greif meine Hand!“ Leo greift nach Tinas Hand, die ihren Sturz von der Brücke so verhindern konnte. Während Ginger ihren Freundinnen immer näher kommt, scheint sich die Brücke immer weiter aufzulösen. „Tina pass auf!“ Aus voller Kehle schreit Ginger ihren Freundinnen zu und kann nur noch zusehen wie ihre beiden besten Freundinnen in die Tiefe stürzen. Sie fällt auf die Knie und stößt nun einen Schrei der Trauer und des Schmerzes auf.
Im nächsten Moment sieht sich Ginger senkrecht in ihrem Bett sitzen und schweißgebadet. Sie zittert am ganzen Körper und schaut verwirrt um sich. „Was waren das für Dinge? Was ist da gerade passiert? Was war das, was ich da...?“ Sie weiß nicht, wie sie das beschreiben konnte, was da gerade in ihrem Traum passiert ist. Ginger hat solch einen Schmerz und diese Trauer noch nie gespürt, weil sie es gar nicht kennt. In Informetricity gibt es diese Gefühle nicht und dennoch hatte sie im Traum instinktiv solche Dinge verspürt und doch wusste sie nicht, was es war.
Sie springt auf und macht das Licht an. Es erleuchtet ihr kleines Zimmer, in dem nur ein kleines Bett, ein Schrank und ein Stuhl stehen, alles in einem dunklen Braun, die Wände weiß und die kleine Lampe an der Decke flackert leicht. Direkt aus dem Bett heraus, steht sie vor der Tür und geht hinaus auf den Flur um ins Bad zu gehen, welches auf der gegenüberliegenden Seite liegt. Ginger betritt das Badezimmer und schaltet auch dort das Licht an. Langsam wird das weiß, blaue Bad heller und heller und sie geht zum Waschbecken rüber, dreht langsam den Hahn auf und das kalte, klare Wasser fließt über ihre Handgelenke, die sie zum Abkühlen unter den Strahl hält. Während sie ihre Handgelenke so dreht, dass nun ihre Handflächen sich mit Wasser füllen, beugt sie sich runter und wirft sich die Hand voll Wasser ins Gesicht und schüttelt sich die eiskalten Tropfen aus dem Gesicht und wiederholt dies einige Male. Ginger greift nach dem Handtuch neben dem Becken und versinkt ihren Kopf in das warme und weiche Tuch.

Zur selben Zeit auf der anderen Seite von Informetricity sitzt auch Chad an der Bettkante und hat sein Gesicht in seine Hände vergraben. Auch ihn hatte ein Traum heimgesucht, dessen Auswirkung sich er nicht bewusst ist. „Was für ein Lärm und die Menschen überall, was war das? Und dieses Mädchen, wieso hat sie so geschrien? Ihre langen, roten Haare sind ihr über die Schultern gefallen, während sie in den Himmel blickte und nach jemandem namens Leo und Tina rief. Wer ist sie?“ Chad drückt sich vom Rande seines Bettes hoch und begibt sich aus seinem kleinen Zimmer, ebenfalls ausgestattet mit einem Bett, einem Schrank und einem Stuhl, in das Badezimmer, am Ende des Flurs. Er stellt sich ans Becken und blickt auf in den Spiegel und sieht wie eine kleine Schweißperle an seiner Schläfe hinab rollt. Das Wasser trifft auf den Beckenboden und der Strahl bricht ab, als er sein Gesicht direkt darunter hält. Das eiskalte Wasser läuft über sein Gesicht, über seine Haare und in den Nacken. Mit Schwung steht Chad wieder gerade und schüttelt seinen Kopf, so dass das Wasser im ganzen Raum herum fliegt und vor ihm auf den Spiegel trifft. Er schaut den Tropfen im Spiegel zu wie sie langsam nach unten laufen und sein Spiegelbild sieht aus, als würde er weinen. Doch dieses Bild von sich, kann Chad in nichts einordnen, er weiß nicht, was es heißt zu weinen.

Ginger hat sich inzwischen in ihrem Zimmer umgezogen und ihre Pyjamas ordentlich gefaltet und auf das frisch gemachte Bett gelegt. Sie geht runter in die Küche um sich Frühstück zu machen, nur um jemanden an ihrem Frühstückstisch sitzen zu sehen, den sie nicht kennt. Da Informetricity allerdings frei von Gefühlen ist, fühlt sie keine Angst oder ist nicht erschrocken, sondern grüßt die Frau, die auf ihrem Stuhl sitzt. „Wissen ist Macht“ und hat dabei ihre rechte Hand zur Faust geballt auf ihrer linken Brust liegen. Die Frau mit ihren kurzen dunkelbraunen Haaren und einem schlanken Körper steht auf und dreht sich zu ihr um. „Macht ist Wissen“ und sie hat ihre linke Hand auf der rechten Seite ihrer Brust geballt liegend und lächelt Ginger an. „Okay genug der Formalität, diesen Spruch können wir beide uns nun sparen.“ Und Ginger schaut ganz verdutzt in das Gesicht ihres Gegenübers. „Ich bin Mel, deine Tutorin und du liebe Ginger, bist die Neue.“ „Die Neue? Die Neue wofür? Und Mel, wieso Tutorin? Für was?“ Fragen über Fragen überkommen Ginger nun. „Das meine Liebe, erfährst du noch früh genug. Wollen wir nicht erst einmal in Ruhe frühstücken?“ Mel lächelt ihr entgegen und bietet Ginger ihren eigenen Stuhl an.

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